
Das Semester war für die Halberstädter vorbei, deshalb arbeiteten die Erfurter vorerst allein weiter. Ziel war ein ausgewerteter Pretest Ende Januar.
Mit den Anregungen aus dem Lebenswelttest wurde der Fragebogen nochmal überarbeitet und angepasst.
Ein Studienprojekt der Hochschule Harz und der Fachhochschule Erfurt. Fachrichtungen Verwaltungswissenschaften und Stadt- und Raumplanung



WoEnMo ist ein Forschungsprojekt im Verbund von Fachhochschule Erfurt und Hochschule Harz. Es wird durch das Forschungskollektiv Peripherie und Zentrum (FPZ) umgesetzt und von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. WoEnMo betrachtet Wohnen, Energie und Mobilität gemeinsam. Viele Debatten laufen getrennt, zum Beispiel zu bezahlbarem Wohnen, Energiearmut oder Mobilitätsarmut
Wir fragen nach realen Kosten am Wohnstandort. Wir fragen nach Wechselwirkungen. Wir fragen auch nach Folgen für Teilhabe und nach Strategien im Alltag.
Viele Haushalte haben hohe Alltagskosten. Dazu gehören Kosten für Wohnen, Energie und Mobilität. Diese drei Bereiche hängen oft direkt zusammen. Wer weiter weg wohnt, braucht öfter ein Auto. Wer in schlechter gedämmten Wohnungen lebt, zahlt mehr für Energie. Steigende Preise können die Belastung erhöhen. Das betrifft nicht alle gleich. Wohnstandortwahl, Verdrängung und soziale Segregation spielen dabei eine Rolle. Unser Forschungsprojekt untersucht diese Zusammenhänge. Ziel sind Handlungsempfehlungen für Wohnungs-, Energie-, Mobilitäts- und Sozialpolitik. Das Projekt heißt WoEnMo (Wohnen, Energie, Mobilität)

Zu Beginn haben wir uns in die Literatur eingelesen, um eine Überblick und ein Gefühl für die Thematik zu bekommen.
Was gibt es schon? Wo sind die Forschungslücken?

Die Erfurter haben sich in Halberstadt mit den Verwaltungswissenschaftlern getroffen. Zuerst wurde sich kennengelernt, bevor weitere Schritte für unser gemeinsames Projekt besprochen und geplant wurden.

In der Literatur sind viele Begriffe aufgetaucht, die jeder anders verstanden hat. Aus diesem Grund haben wir diese Begriffe für uns einheitlich definiert (beschrieben), damit alle das gleiche Verständis für die Begriffe haben.

aus der Recherche in der Literatur und unseren eigenen Überlegungen sind verschiedenste Annahmen enstanden.

Um unsere Hypothesen mithilfe des Fragebogens zu testen, müssen wir natürlich die richtigen Fragen stellen. Diese haben wir ab Mitte November in den Teilgruppen entwickelt

Die erarbeiteten Fragen, haben wir nun bei Freunden und Verwandten getestet. Ende Dezember wurden unsere Zwischenergebnisse vorgestellt.

Das Semester war für die Halberstädter vorbei, deshalb arbeiteten die Erfurter vorerst allein weiter. Ziel war ein ausgewerteter Pretest Ende Januar.
Mit den Anregungen aus dem Lebenswelttest wurde der Fragebogen nochmal überarbeitet und angepasst.

Ein Pretest hat einige Vorbereitungen mit sich gebracht. Wir haben uns überlegt: welche Formate wir für die Umfrage anbieten (Online, Face-to-Face)?, wie bewerben wir die Umfrage, welche Anreize schaffen wir? und vieles mehr.

Im Rahmen der offiziellen Projektwoche in unserem Studiengang, wurden eine Woche lang die Pretests durchgeführt. Es gab die Möglichkeiten diesen Online oder Vor-Ort mit unserer Begleitung duchzuführen.

Nachdem der Fragebogen getestet wurde, konnten Probleme gefunden und Verbesserungen vorgenommen werden.
Hier endet das Projekt für die Erfurter.
Das Projekt wird nach Halberstadt übergeben.
Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit!
Im Rahmen unseres Studienprojekts wurde ein Pretest für die geplante Befragung durchgeführt, um den Fragebogen inhaltlich und formal zu überprüfen. Die Teilnehmenden gaben dabei wertvolle Rückmeldungen, die dabei beitrugen, die Befragung noch verständlicher und benutzerfreundlicher zu gestalten.
Der Pretest musste in der offiziellen Projektwoche unseres Studiengangs (Stadt-und Raumplanung, FH Erfurt) stattfinden.
In der Vorplanung haben wir uns dazu entschieden Die Umfrage in 2 Varianten anzubieten.
Die Woche zuvor wurden Praxispartner angefragt, die uns beim Pretest unterstützen (Räume und Kontakte zur Verfügung stellen). Dabei konnten wir folgende Räume gewinnen:
somit konnten wir 3 Standorte gewinnen, wo Interessierte die Umfrage mit uns gemeinsam durchführen konnten.
Um möglichst viele Menschen zu erreichen, haben wir Die Umfrage online und analog beworben. Unser Fachschaftrat hat uns bei der Online-Bewerbung intensiv unterstützt. Um die Menschen analog zu erreichen haben wir uns für Briefkastenwürfe entschieden, die wir in der Nähe der 3 Vor-Ort-Standorte verteilt haben.
Die Vor-Ort-Umfrage sollte so angenehm wie möglich für die Interessenten gestaltet werden (soweit das in unserem Rahmen möglich war). Dazu wurde entsprechende Verpfelgung für die 3 Standorte organisert.







Nach dem Pretest wurden die Ergebnisse ausgewertet. Wichtig für uns waren weniger die Ergebnisse duch die Beantwortung der Fragen, sondern viel mehr wie der Fragebogen funktioniert hat. Dazu hatten wir folgende Ziele/Fragen, die wir heruasfinden wollten:
Bei den formalen Aspekten fiel auf, dass eine „Zurück“-Funktion im Fragebogen fehlte, wodurch es zum Zeitpunkt der Durchführung nicht möglich war, zuvor gegebene Antworten nachträglich zu korrigieren.
Das persönliche Vorlesen der Fragen wurde grundsätzlich positiv bewertet, da es die Bedienung erleichtert.
Teilnehmende merkten jedoch an, dass bei einigen Fragen eine eigene Antworteingabe unkomplizierter ist als das Anhören der Texte und Antwortmöglichkeiten, bspw. bei der Bewertung von aufgeführten Aussagen.
Zudem gab es vereinzelt Schwierigkeiten bei der Formulierung von Zustimmungsfragen. Manche Teilnehmende empfanden es als herausfordernd, sich bei komplizierten oder verneinten Sätzen eine klare Meinung zu bilden.
Der Begriff „Baujahr“ war nicht für alle eindeutig einzuordnen. Teilweise wurde anstelle des konkreten Baujahrs der Begriff „Gründerzeit“ häufiger verwendet, der in diesem Zusammenhang gebräuchlicher erscheint.
Mehrfach wurde darauf hingewiesen, dass die Definition von „Nachbarschaft“ unklar sei und präziser erklärt werden sollte.
Auch der Unterschied zwischen persönlichen Bedürfnissen und Wünschen war teilweise schwer zu erkennen, weshalb eine klarere Formulierung helfen könnte.
Zudem kam eine allgemeine Verständnisfrage vom Unterschied zwischen „rationalem Handeln“ und „Sparen“ auf. Dabei ergab sich die Frage, wie genau der Begriff des „Sparens“ abgegrenzt ist.
Bei Fragen zu Eigentumsverhältnissen zeigte sich, dass die Realität vieler Teilnehmender komplexer ist als zuvor angenommen. Beispielsweise, wenn jemand zwar Eigentümer:in einer Immobilie ist, die Verwaltung des Hauses jedoch über eine Hausverwaltung organisiert ist.
Einige Rückmeldungen betrafen sehr konkrete Alltagssituationen. So wurde beispielweise genannt, dass Themen wie Schimmelbildung oft schon vor dem Einzug bestanden und aktuell durch eigene Maßnahmen verbessert werden.
Auch im Bereich Mobilität ergaben sich verschiedene Anmerkungen. Nachbarschaftliches Carsharing wurde als fehlende Option kritisiert, ebenso wie die bislang unzureichende Berücksichtigung von Regionalbahnen, Zugverkehr und Flugreisen.
Auch finanzielle Angaben stellten teilweise eine Herausforderung dar. Detaillierte Kosten für Fahrzeuge (Sprit, Steuern oder Versicherungen) ließen sich nur schwer beziffern oder mussten separat monatlich berechnet bzw. eingeschätzt werden.
In diesem Zusammenhang gab es auch den Hinweis, dass eine Kostenangabe für Fahrräder oder Taxis in jährlichen statt monatlichen Schritten praktikabler wären.
Bei der Frage nach Einsparungen wurde vorgeschlagen, zwischen Urlaub und Erholung zu unterscheiden, da beide Aspekte unterschiedlich motiviert sind.
Die Rückmeldungen zum Themenbereich Arbeit zeigten, dass berufliche Lebensläufe heute oft dynamisch sind.
Menschen arbeiten teilweise im Homeoffice, teilweise in anderen Regionen, was eine eindeutige Definition des Arbeitswegs erschwert.
Außerdem fehlen derzeit Auswahlmöglichkeiten für Studierende mit Nebenjobs oder Teilzeitstellen.
Bei Fragen zum Einkommen war unklar, ob es sich um Brutto- oder Nettowerte handelt.
Einige Personen konnten zudem keine genauen Wohnkosten angeben, da diese von anderen Haushaltsmitgliedern übernommen werden.
Zusätzlich sind Wohnkombinationen aufgetaucht, die bislang nicht bedacht wurden. Zu nennen ist zum Beispiel das Zusammenleben in einer WG, welche häufig keinen gemeinsamen Haushalt darstellt. Fraglich ist an dieser Stelle wie hierbei mit den Fragen zu den Haushaltskosten umgegangen werden soll.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse des Pretests, dass viele Themen des Fragebogens nah an der Lebensrealität der Befragten liegen, aber an einigen Stellen noch präziser und praxisnäher formuliert werden sollten. Die Rückmeldungen gaben wertvolle Hinweise, um die Befragung weiterzuentwickeln und für alle Teilnehmenden klar, verständlich und realitätsnah zu gestalten.
Die zeitliche Vorbereitung des Pretests war von uns relativ knapp bemessen. Angefragte Praxispartner wie die KoWo (Kommunale Wohnungsgesellschaft) konnten wir, trotz Interesse an unserem Projekt nicht gewinnen. Dafür war die Vorlaufzeit (1-2 Wochen) zu kurz.
Mit mehr Zeit in der Vorbereitung wären vermutlich auch alle anderen Schritte sorgfätiger umsetzbar gewesen. Zum Beispiel die Verteilung der Handzettel (größerer Einzugsbereich), Werbemaßnahmen, Vor-Ort-Angebote und die Möglichkeit weiterer Anreize zur Teilnahme.
Unsere anfängliche Vermutung hat sich bestätigt. Ohne größere Anreize (wie zum Beispiel Gutscheine oder andere finanzielle/materielle Mittel) erklären sich sehr wenig Menschen bereit an einer Umfrage für 60-40 min teilzunehmen.
Es braucht von beiden Seite eine Annäherung. Zum einen sollte der Fragebogen kürzer werden und zum anderen stärkere Anreize geschaffen werden an der Umfrage teilzunehemen.
Wir möchten diese Daten für unsere Erkenntnisse sammeln, umso mehr müssen wir die Zeit wertschätzen, die uns die Menschen freiwillig geben.
Im Zusammenhang mit mehr Zeit zur Vorbereitung hätten wir gern Praxispartner hinzugezogen.
Mit Unterstützung durch Praxispartner (Wohnungsunternehmen/Wohnungsgesellschaften/-genossenschaften u.v.m.) hätten mehr Menschen informiert und gegebenenfalls für die Umfrage gewonnen werden können.
Außerdem hätten wir auch passenderr Vor-Ort-Angebote umsetzen können, wie zum Beispiel direkt in einer größeren Wohnanlage, um den zeitlichen Aufwand der Menschen gering zu halten. Damit könnten einige Hürden beseitigt werden.
Es gab einiges Interesse solcher Praxispartner an unserem Projekt, welche für den Pretest zu kurzfristig angefragt wurden.
Wir für die Unterstützung dankbar, die wir insbesondere durch die Quartiersmanagements bekommen haben. Diese Zusammenarbeit ist als positiv einzuordnen.
Insgesamt zeigen die organisatorischen Ergebnisse des Pretests,